Windows Freigaben umziehen

Wenn einmal wieder der Umzug des oder der Fileserver im Unternehmen ansteht, gibt es viele verschiedene Mittel und Wege, die Daten von A nach B zu bekommen. Hat man allerdings (noch) kein DFS-N im Einsatz, wird der Zugriff auf die Ressourcen nach dem Umzug interessant. Auch der Umzug von großen Zahlen von Freigaben kann sehr aufwändig sein – es sei denn, man kennt ein paar Tricks, die einem das Leben vereinfachen.

Freigaben kopieren

Um die Freigaben eines Servers auf einen anderen zu übernehmen, kann man einfach die in der Registry gespeicherten Informationen exportieren – diese befinden sich unter dem Schlüssel HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Shares. Für jede Freigabe existiert hier ein Eintrag mit allen relevanten Einstellungen, im Unterschlüssel Security sind die Zugriffsberechtigungen gespeichert.

Reg_Shares_Export

Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch der lokale Pfad der Freigabe gespeichert ist, der auf dem Zielserver demnach gleich bleiben, oder aber manuell oder per Skript angepasst werden muss.

Der Export der Registry kann mit diesem Befehl auch von der Shell aus gestartet werden:

Der Import der so gesicherten Freigaben kann dann analog entweder über einen Doppelklick auf die exportierte Datei, oder aber mit folgendem Befehl gemacht werden:

Die Änderungen an den Freigaben werden allerdings erst nach einem Neustart des Server-Dienstes wirksam:

Servernamen übernehmen

Sind die Freigaben und Daten erst einmal übernommen, bleibt das Problem, dass in Login Skripten, manuellen Mappings, Programmeinstellungen uvm. noch der Name des alten Servers steht und damit beim Umzug auf einen neuen Fileserver Probleme beim Zugriff auftreten können. Dabei hilft ein einfacher Trick:

Sobald das Kopieren der Freigaben und Daten abgeschlossen ist, kann der alte Fileserver umbenannt werden (falls man ihn später noch einmal brauchen sollte). Damit wird der DNS Eintrag des alten Fileservers frei, der dann auf die IP Adresse des neuen Fileservers umgestellt wird.

Vorher (FS01 = alter Fileserver, FS02 = neuer Fileserver):

Shares_DNS_vorher

Nachher (FS01 = alter Fileservernamen mit IP des neuen Fileservers, FS01_old = alter Fileserver, FS02 = neuer Fileserver):

Shares_DNS_nachher

Nun funktioniert das alleine nicht wirklich gut, denn der Windows Server erkennt, über welchen Namen er angesprochen wurde und lehnt „falsche“ Anfragen entsprechend ab. Abhilfe schafft hier ein Registryeintrag, der das „Strict Namechecking“ des Servers abschaltet.

Wieder ist ein Start des Server Dienstes erforderlich, danach kann über jeden beliebigen Namen auf den Server zugegriffen werden (DNS Eintrag vorausgesetzt ;-)).

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